FAQs

Wie wasche ich meine Blümchen Windeln?

Wasser: Wasser ist das wichtigste Windelwaschmittel. Achten Sie auf einen hohen Wasserstand in der Maschine. Saugen die Windeln das gesamte Waschwasser auf, werden Sie nicht ordentlich gespült und es bleibt Urin und Waschmittel in den Windeln zurück. Legen Sie unbedingt einen Spül- und Schleudergang vor der Windelwäsche ein, um den Urin vor dem Waschen auszuschleudern. Waschen Sie Ihre neuen Windeln 3x mit ausreichend Waschmittel vor dem ersten Gebrauch. Naturfaserwindeln erreichen nach ca. 10x Waschen die volle Saugleistung.

Waschmittel: Verwenden Sie 1/2 bis maximal die angegebene Dosierung. Ist im letzten Spülgang noch Schaum in der Maschine, war die Waschmittelmenge zu hoch oder der Wasserstand zu niedrig.
Verwenden Sie ausschließlich Pulverwaschmittel ohne:

  • Enzyme (vor allem Cellulase)
  • Öle oder Seife (keine ölbasierten Waschmittel)
  • Essig oder andere Säuren
  • Bleiche
  • optische Aufheller
Diese Stoffe reizen die Babyhaut und schädigen Ihre Windeln. Wir empfehlen keine Flüssigwaschmittel, da oft Öle, Konservierungsstoffe und Bindemittel enthalten sind. Die Windeln saugen dann weniger, der PUL wird schneller kaputt. Waschmittel auf Ölbasis sind ungeeignet, wie z.B. Waschnüsse, da Fette und Öle die feinen Mikrofasern verkleben und den PUL rasch brüchig werden lassen. Verwenden Sie bitte keinen Essig oder Zitronensäure, er schädigt die elastischen Abschlüsse.
 

Weich/ Hygienespüler: Verwenden Sie keinesfalls Weichspüler oder Hygienespüler, er nimmt den Windeln die Saugfähigkeit und ist schlecht auszuspülen.

Flecken: Flecken von Stillstuhl sind nicht UV-stabil. Hängen Sie die Windeln einfach an die Sonne, die Flecken verschwinden ganz schnell. Chemische Fleckenentferner + Chlorbleiche wirken nur sehr begrenzt und schädigen Ihre Windeln. Sie sind ein Ausschlussgrund für die Garantie.

Windeleimer: lassen Sie die Windeln nicht tagelang uringetränkt im warmen Windeleimer liegen. Ammoniak gast dann aus und zerstört die elastischen Abschlüsse und die feine Naturfasern. Waschen Sie die Windeln spätestens jeden 2. Tag und stellen Sie den Eimer möglichst kühl, also nicht direkt auf die Fussbodenheizung oder in die Sonne.

 


Klettverschlüsse: Schließen Sie die Klettverschlüsse vor dem Waschen auf dem Gegenflausch. Sonst verfangen Sie sich im Stoff und schädigen diesen. Stoffschäden durch offene Kletteverschlüsse sind von der Garantie ausgenommen.

Trocknen: Verzichten Sie aus ökologischen Gründen auf einen Wäschetrockner. 2-3 Windeln mehr kosten wesentlich weniger, als die Energiekosten für einen Trockner und sind viel umweltverträglicher. Ist ein Wäschetrockner unumgänglich, stellen Sie ihn bitte auf “Bügelfeucht” und trocknen Sie die Windeln auf der Leine fertig, um eine Überhitzung auszuschließen. Trocknen Sie die Windeln immer vollständig durch. Feucht zusammengelegte Windeln werden muffig, auch Bakterien können sich vermehren.

 

Waschmittelempfehlungen sind immer nur Momentaufnahmen, da die Rezepturen leider ständig geändert werden. Wir übernehmen keinerlei Gewährleistung für fremde Waschmittel. Klären Sie eine Einigung für die Windeln bitte immer mit dem jeweiligen Hersteller ab. Deshalb empfehlen wir das Klar Color Pulverwaschmittel für die tägliche Windelwäsche und das Klar Universal Pulverwaschmittel für stark verschmutzte Windeln (enthält Sauerstoffbleiche; dies ist nicht ideal für wasserdichte Stoffe).

Wundschutzcreme: bitte verwenden Sie weder Wundschutzcremes noch Lanolin- oder Fettcremes ohne Wegwerfvlies. Diese Cremes lassen sich sehr schlecht aus den Windeln auswaschen und blockieren die Saugfähigkeit der Windeln. Bitte waschen Sie auch keine selbstgemachten Öltücher mit den Windeln. Das Öl verklebt die feinen Filamente der hochsaugfähigen Funktionsfasern im Inneren der Windel. Ohne diese Funktionsfasern saugt die Windel weniger gut.

Meine Windeln sind nicht mehr so weich, wie Anfangs. Was soll ich tun?


Wichtig ist es, die Windeln nach jeder Wäsche im feuchten Zustand auszuschütteln. Dann lösen sich die durch das Schleudern verklebten Fasern und die Windeln werden wieder weicher und luftiger. Harte Windeln entstehen auch durch hartes Wasser und Waschmittelrückstände. Bei hartem Wasser wird in den Windeln Kalk eingelagert, der an Waschmittelrückständen auskristallisiert. Dann kann man die Windeln entkalken (eine halbe Stunde in einem Eimer mit lauwarmen Wasser mit einem Esslöffel Zitronensäure oder Entkalker einweichen) und anschließend normal waschen. Anschließend sollte man darauf achten, daß man die Waschmaschine nicht überfüllt und das Waschmittel nicht überdosiert.

 

Meine Windeln stinken. Was soll ich tun?

Die erste Frage ist natürlich, wonach die Windeln stinken.

AMMONIAKGERUCH: Handelt es sich um einen scharfen Ammoniakgeruch, der trotz Waschens nicht verschwindet, ist es vorab wichtig diesen Ammoniak zu neutralisieren. Das kann man am besten tun, indem man die Windeln entkalkt und damit den Urinstein löst. Man verwendet KLAR Entkalker oder einfach kristalline Zitronensäure aus dem Supermarkt (beim Einkochzubehör). 1-2 Esslöffel in einen Eimer mit warmem Wasser geben, durch Umrühren auflösen und die Windeln etwa eine halbe Stunde einweichen lassen. Anschließend gut ausspülen. Ammoniakgeruch spricht für eine schlecht spülende Waschmaschine oder eine überfüllte Waschmaschine. Windeln brauchen Platz in der Waschmaschine, um sich bewegen zu können, sonst werden sie nicht ordentlich gespült.

FÄULNISGERUCH: Riechen sie muffig, faulig, dann sind die Windeln zu allererst zu desinfizieren. Entkalken Sie zuerst die Windeln, um Rückstände auszuwaschen (siehe oben - mit Zitronensäure oder KLAR Entkalker). Waschen Sie die Windeln dann bei 60°C und verwenden Sie eine natürliche Desinfektion (KLAR Fleckensalz/ Sauerstoffbleiche - maximal 15% des Waschmittels und nur nach Bedarf, da Sauerstoffbleiche die Lebensdauer der wasserdichten Membranen reduziert) oder ein Waschmittel mit Sauerstoffbleiche (z.B. KLAR Vollwaschmittel). Dosieren Sie das Waschmittel hoch und wählen Sie ein möglichst intensives und langes Waschprogramm (2,5-3 Stunden). Wenn Sie kein so langes Waschprogramm haben, dann können Sie die Windeln auch 2x waschen oder den Waschgang unterbrechen und dadurch die Einwirkzeit erhöhen. Spülen Sie die Windeln anschließend mehrmals oder legen Sie einen weiteren Waschgang ohne Waschmittel ein. Trocknen Sie die Windeln nun immer vollständig durch und schütteln Sie diese nach dem Waschen aus, um die Stoffschichten, die beim Schleudern verkleben, wieder voneinander zu lösen. Fauliger Geruch entsteht immer in Zusammenhang mit Rückständen, Bakterien und Feuchtigkeit in der Windel. Gut spülen, durchtrocknen und luftig lagern ist also oberstes, hygienisches Gebot. Trocknen Sie die Windeln möglichst an der Sonne, da UV-Strahlung nochmals natürlich desinfiziert.

Leider stehen stinkige Windeln häufig in Zusammenhang mit ineffektiven Waschmaschinen. Diese spülen oft trotz 2-maligem Spülen und Wasser-Plus-Tasten nicht ordentlich. Steigt man dann auf eine gute Waschmaschine um, dann löst sich das Problem plötzlich. Erkundigen Sie sich daher vor dem Kauf einer Waschmaschine ausgiebig und sparen Sie nicht allzu sehr bei der Anschaffung. Die Probleme einer schlechten Waschmaschine betreffen ja nicht nur die Windeln, sondern die gesamte Wäsche, die dann niemals wirklich frisch ist.

Auch zu niedrig dosiertes Waschmittel verbunden mit sehr niedrigen Waschtemperaturen kann Bakterienwachstum begünstigen. Das ist vor allem beim gleichzeitigen Waschen von Küchenhandtüchern problematisch. Diese enthalten viele Bakterien, die dann nicht abgetötet werden und sich beim Waschen auf alle Textilien verteilen. Bitte beobachten Sie einfach den letzten Spülgang Ihrer Waschmaschine - dieser sollte schaumfrei sein. Je besser die Waschmaschine spült, umso mehr Waschmittel und damit Waschkraft kann man im Hauptwaschgang einsetzen. So können Sie ihre ganz persönliche Ideal-Dosierung finden. Natürliche Sauerstoffbleiche (maximal 15% des Waschmittels) wirkt ebenso desinfizierend und ist daher bei starker Verschmutzung eine sinnvolle Ergänzung zum Waschmittel. Bitte verwenden Sie Sauerstoffbleiche nicht bei jeder Wäsche, da sie die Lebensdauer der wasserdichten Membranen reduziert.

SAUGKRAFT VERMINDERT: die Windeln riechen nicht schlecht, saugen aber weniger. Feuchtigkeit perlt ab, statt schnell absorbiert zu werden. Machen Sie die Windeln tropfnass, besprühen Sie die betroffenen Oberflächen anschließend mit dem Ulrich Fleckenlöser oder einem anderen fettlösenden Textil-Fleckenlöser (z.B. Waschsoda). Lassen Sie die behandelten Windeln mindestens eine Stunde eingeweicht stehen, sodaß der Fleckenspray das Fett/ die Seife langsam lösen kann. Waschen Sie die Windeln anschließend 1x ohne Waschmittel bei 40-60°C.
Lassen Sie die Windeln anschließend trocknen und prüfen Sie dann die Saugstoffe. Tropfen Sie dazu einige Tropfen Wasser auf den Stoff und beobachten Sie, ob das Wasser sofort aufgenommen wird, was der normalen Funktion der Mikrofaser/ des Trockenfleeces entspricht. Bleibt der Tropfen am Stoff stehen, oder perlt ab, dann neutralisieren Sie die Windeln zuallerest in etwas saurer Lösung (siehe Entkalken) und wiederholen sie die Behandlung mit dem Fleckenspray, bis das Coating entfernt ist und die Mikrofaser wieder normal arbeitet.
Tritt das Problem ständig auf, dann verwenden Sie ein falsches Waschmittel (Waschnüsse, seifenhältige Waschmittel, etc..) oder behandeln Mikrofaser-/ StayDry mit Seife. Seife ist immer zum Teil auch rückfettend und blockiert deshalb die Polyesterfasern. Steigen Sie in diesem Fall auf ein anderes Waschmittel um. Pulverwaschmittel sind hier oft im Vorteil.

Leider fettet mittlerweile auch das Ecover Waschmittel auf Polyester zurück. Diese Gefahr besteht bei allen Waschmitteln, die aus Pfanzenölen gemacht sind. Planzenöle sind Naturstoffe und damit nicht standardisiert, sodaß die Verseifungszahl niemals 100% angepasst werden kann. Dies führt dann, je nach Charge, zum Erhalt von einigen Prozent Fett im Waschmittel, die dann eben bei Polyester eine wasserabweisende Wirkung auslösen. Deshalb ist es sinnvoll, hin und wieder die Membranen auf Durchlässigkeit zu testen, da sich ein Waschmittel auch von Charge zu Charge verändern kann.

Meine All-in-One/ Taschenwindeln laufen aus. Was soll ich tun?

1. Wickelintervalle anpassen: Passen Sie die Wickelintervalle den Bedürfnissen Ihres Babys an. Beachten Sie dabei, daß die Saugleistung der Windel wie bei Wegwerfwindeln gemessen wird, also durch Eintauchen der Windel in Wasser und anschließendem Ablesen der Differenzmenge. Natürlich wandeln Stoffwindeln die Feuchtigkeit nicht chemisch in Gel um, wodurch diese Feuchtigkeit auch wieder auslaufen kann. Deshalb saugen Stoffwindeln zwar genausoviel wie Wegwerfwindeln, sind jedoch nur bis zu einem geringeren Volumen auslaufsicher.

Ergänzen Sie deshalb auch Saugeinlagen, wenn die Milliliterangabe noch nicht erreicht ist, bzw. wickeln Sie ihr Baby öfter, als mit Wegwerfwindeln. Führt das nicht zum Erfolg, müssen Sie klären, wo die Windeln auslaufen und ob der Saugstoff gut saugt.

2. Größenanpassung überprüfen:

Beim Auslaufen über den Vorderlatz überprüfen Sie bitte den Sitz der Saugeinlage. Ist diese zu hoch in der Tasche, wird das Futter nach aussen gedrückt und zieht Feuchtigkeit. Achten Sie darauf, daß die Saugeinlagen auch innen nicht höher liegt, wie der Saugstoff aussen sichtbar eingenäht ist.

Läuft die Windel über die Beinauschnitte aus, dann sitzt sie nicht bündig. Die Windel sollte satt in der Taillie des Babys sitzen und an Beinchen und Bauch überall bündig abschließen, auch noch beim Auswickeln. Sitzt die Windel beim Wickeln zu hoch, dann rutscht sie während des Tragens in die Taillie und wird um die Beinchen zu locker. Also einfach die Windel wieder kürzer stellen. Das kann auch notwendig werden, wenn die Kinder stark in die Länge wachsen und an Umfang verlieren, also ab einem Alter von einem Jahr.
Sämtliche All-in-One Windeln sind keine Empfehlung für die Nacht. Verwenden Sie nachts lieber ein 2-Höschen-System. 

3. Waschroutine optimieren:

Zieht der wasserdichte Aussenstoff Nässe, dann liegt ein Waschmittelproblem vor. Das Waschmittel wurde überdosiert oder ein ungeeignetes Waschmittel verwendet. Entfernen Sie Waschmittelrückstände durch 3-maliges Waschen bei 60°C ohne Waschmittel. Damit sollte der wasserdichte Stoff wieder voll funktionstüchtig sein. Anschließendes Trocknen im Trockner perfektioniert die Reinigung.

Saugt der Saugstoff nicht oder nur sehr langsam, dann ist der Saugstoff durch Seife oder Fett blockiert. Überprüfen Sie bitte Ihr Waschmittel auf den Seifen- oder Ölgehalt. Verwenden Sie niemals Wundschutz- oder Fettcreme ohne Wegwerfvlies, da dies ebenfalls die Saugleistung der Windeln blockieren kann. Ein blockierter Saugstoff ist nur sehr schwer wieder zu reinigen.


Meine 2-Höschen-Windeln laufen aus. Was soll ich tun?

Wenn die Windel völlig durchnässt ist, nehmen Sie bitte zusätzliche Saugeinlagen oder wickeln Sie ihr Kind häufiger. Beachten Sie dabei, daß die Saugleistung der Windel wie bei Wegwerfwindeln gemessen wird, also durch Eintauchen der Windel in Wasser und anschließendem Ablesen der Differenzmenge. Natürlich wandeln Stoffwindeln die Feuchtigkeit nicht chemisch in Gel um, wodurch diese Feuchtigkeit auch wieder auslaufen kann. Deshalb saugen Stoffwindeln zwar genausoviel wie Wegwerfwindeln, sind jedoch nur bis zu einem geringeren Volumen auslaufsicher.
Ergänzen Sie deshalb auch Saugeinlagen, wenn die Milliliterangabe noch nicht erreicht ist, bzw. wickeln Sie ihr Baby öfter, als mit Wegwerfwindeln.

Im anderen Fall, wenn die Windel nicht völlig durchnässt ist, überprüfen Sie bitte den Sitz der Windel und Überhose. Beide sollten auch beim Auswickeln überall bündig abschließen. Kann man irgendwo in die Windel hineinsehen, dann läuft dort natürlich auch Feuchtigkeit aus.
Stellen Sie auch sicher, daß an Beinchen und Bund nirgends ein Zipfelchen der Windel oder des Wegwerfvlieses aus der Nässeschutzhose hervorschaut.

Dichtet die Überhose um die Beinchen zu wenig stramm ab, nehmen Sie bitte die jeweils eine Nummer kleinere Windelüberhose. 
 

Mein Baby hat einen roten Popo. Was soll ich tun?

Ein roter Popo entsteht oft bei einer Nahrungsumstellung oder beim Zahnen des Babys. Die oberste Wickelregel lautet: Die Haut des Babys muß immer vollständig trocknen, bevor sie wieder eingewickelt wird. Nehmen Sie sich diese Zeit beim Wickeln – ihr Baby wird es ihnen danken! Wundschutzcreme nur mit Papiervlies verwenden – Flecken gehen nicht raus!

Je nach Vorliebe Ihres Babys probieren Sie entweder

  • kühle Naturfaser direkt auf der Haut
  • alternativ Trockenfleeceeinlagen, um die Haut trocken zu halten.


Jedes Kind hat diesbezüglich andere Präferenzen der Haut. Diese Vorlieben können auch während der Wickelperiode wechseln. Bitte klären Sie langwierige Entzündungen immer beim Kinderarzt ab. Dahinter können verschiedenste Ursachen stecken, vom Windelpilz bis zu einer Nahrungsmittelunverträglichkeit ist alles möglich.

Bitte verwenden Sie für hautempfindliche Kinder keine fertigen Feuchttücher. Diese sind sehr hautirritierend, auch so genannte Sensitiv-Tücher. Verwenden Sie stattdessen die waschbaren Reinigungstücher, die Sie einfach mit klarem Wasser befeuchten. Bei chronischer Windeldermatitis kommt immer auch eine Allergie in Frage. Eine besonders sorgfältige Auswahl des Waschmittels und der Pflegeprodukte ist unablässig. Bitte überprüfen Sie auch die Pflegeprodukte Ihres Babys (Cremes, Badezusätze, etc...) auf hautirritierende Inhaltsstoffe.